Fördermittel für die Särgesanierung

Staatssekretärin Gutheil überbringt unserer Gemeinde einen Förderbescheid über 50.000 Euro. So dringend benötigtes Geld für die Restaurierung der Prunksärge.

Wilsnack hat Fürsprecher in Potsdam

Mit Zuwendungsbescheid aus Potsdam können neun Särge restauriert werden

Bad Wilsnack

Neun jahrhundertealte Prunksärge in der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack können restauriert werden. Das Kulturministerium stellt aus seinem Budget für Denkmalhilfe – genauer gesagt aus dem Programm „Denkmäler in Not“ – 50000 Euro bereit. Gestern Nachmittag überbrachte Dr. Ulrike Gutheil, Staatssekretärin im Potsdamer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur den Zuwendungsbescheid an die Kirchengemeinde als Bauherrin.

Möglich geworden sei die Förderung auch, so die Staatssekretärin, weil in dem Hilfeprogramm mehr Gelder eingestellt sind als noch in den Vorjahren. „Seien Sie sich sicher, Sie haben in Potsdam viele Fürsprecher“, sagte sie bei der Übergabe.

Die Särge derer von Saldern sind bei eine Gruftöffnung in der Wunderblutkirche ans Tageslicht gekommen und wurden zur anstehenden Restauration bereits auf die Empore gebracht. Dass die Särge jetzt von zwei Experten der Lübecker Forschungsstelle Gruften überarbeitet werden können, freut Pfarrerin Anna Trapp ganz besonders. „Ich bin dankbar, weil es mir theologisch das Herz bricht, wenn Menschen nicht richtig bestattet sind, sondern sozusagen nur gelagert werden.“

Der aktuelle Stand der Arbeiten an der Kirche sei beeindruckend zu sehen, so Dr. Ulrike Gutheil „und die Kirche ist zurecht in das Bundesprogramm national wertvoller Kulturdenkmäler aufgenommen worden. Wenn ich jetzt die Prunksärge sehe, bin ich noch mehr davon überzeugt, dass sie dringend in einen würdigen Rahmen zurückgeführt werden müssen.“ Besonders sei für sie, dass das Gotteshaus grundsätzlich in Stand gesetzt und nicht nur notrepariert werde, ein Ende absehbar sei.

In sieben Bauabschnitten wird die Wunderblutkirche instandgesetzt. In dieser Woche haben die Leiter der Arbeiten, Dombaumeisterin Regine Hartkopf und Ingenieur Axel Seemann, die Dachziegel, sogenannte Biberschwänze, bemustert, mit denen das Dach nach historischem Vorbild gedeckt werden kann. Ende September sollen die ersten in Bad Wilsnack eintreffen. „Es sind speziell für Wilsnack gefertigte Ziegel, die Mundstücke, durch die die Ziegel gepresst werden, das Schnittmesser wurden extra dafür angefertigt“, erklärte Axel Seemann. Im Oktober könne man dann das Dach eindecken, ist sich Annette Schulze sicher, deren Ingenieurbüro die Arbeiten örtlich begleitet. cihd

Der Prignitzer, Seite 14, Samstag, 26. August 2017

2 Kommentare

  1. Sehr interessanter Artikel und Blog!

    • Torsten Engelbrecht

      Vielen Dank für deinen Besuch und deinen Kommentar. Ja, in der Tat – wir sind am Anfang von sieben spannenden Jahren und sind selber sehr gespannt, wie sich alles entwickelt.
      Schau mal wieder vorbei – hier im Blog oder persönlich in Bad Wilsnack.
      Herzliche Grüße aus Bad Wilsnack!

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