Arbeiten liegen im Zeitplan

Zimmerleute erneuern Holzbalken unter dem Dach der Wunderblutkirche

Im nördlichen Teil der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack arbeiten derzeit die Zimmerleute. „Die Hölzer und Sparren unter dem Dach der sogenannten Querhäuser werden im Zuge der Sanierungsarbeiten ausgewechselt“, erklärt Christian Richter vom Gemeindekirchenrat. Die Querhäuser sind die Bereiche der Kirche, die das Mittelschiff rechtwinklig kreuzt. „Viele dieser Hölzer sind sehr alt, morsch und statisch nicht mehr tragbar“, so Richter. Vier Experten einer Spezialfirma arbeiten sich nun Richtung südlichen Teil des Gotteshauses vor und sind voraussichtlich bis März oder April beschäftigt. Das Dach ist deshalb über diesen Bereichen abgedeckt. „Die Ziegel wären sonst zu viel Gewicht“, sagt Richter auf „Prignitzer“-Anfrage.

„Wir befinden uns im dritten Bauabschnitt und liegen voll im Plan“, erläutert Richter. Über ein Baugerüst an der Nordseite der Kirche gelangt man dahin, wo derzeit die Zimmerleute arbeiten.

Gleichzeitig wird an der kürzlich entdeckten Tür von der Sakristei, genauer vom Bereich der einstigen Gruft, in die Kirche gearbeitet. „Hier agieren wir mit dem Denkmalschutz zusammen. Ebenso bei den Arbeiten in der geöffneten Sakristei. “ Ein zirka 200 Jahre geteilter Raum besitzt seit September wieder seine Originalmaße (wir berichteten).

Dass die Sanierung ein Projekt der gesamten Evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolai ist, zeigt auch, dass verschiedene Gemeindemitglieder sich immer wieder ehrenamtlich bei der Sanierung einbringen. „Kürzlich haben wir mit aktuellen und ehemaligen Konfirmanden Wände in der Kirche freigelegt, damit diese austrocknen können“, erzählt Christian Richter. „Da haben die Jugendlichen Schubkarren gefüllt und mit angepackt“.

Auch im kommenden Jahr sollen Interessierte wieder die Möglichkeit haben, die Fortschritte beim Sanierungsprojekt zu besichtigten. „Einen genauen Termin für die nächste Bauführung gibt es noch nicht. Vermutlich aber im März oder April, wenn die Arbeiten der Zimmerleute gegen Ende gehen“, schätzt Christian Richter.

In das Sanierungsprojekt flossen in diesem Jahr 340 000 Euro an Fördermitteln über das Staatsministerium für Kultur und Medien. Das Geld stammt, wie schon vergangenes Jahr, aus dem Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ des Bundes.

Paul Grotenburg

Der Prignitzer vom 11.12.2018, Seite 7

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